Schlagwort: Zukunfsfonds

Presseerklärung: Regierung oder Insolvenzverwalter?

05. Januar 2010  Presseerklärungen

“Die Kreditklemme rollt an, die Bundesregierung taucht ab”, erklärt der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE., Michael Schlecht, angesichts der Einschätzung der Bundesbank über weiteren Abschreibungsbedarf der Banken von bis zu 75 Mrd. Euro. Schlecht weiter:

“40 Prozent der Unternehmenspleiten gingen allein in der ersten Jahreshälfte 2009 auf die Kreditklemme zurück. 2010 droht die totale Verwüstung der Wirtschaft durch den ausgetrockneten Kreditmarkt. Das Ende der Kurzarbeit und Unternehmensinsolvenzen werden 4,1 Millionen offizielle Arbeitslose verursachen. Ganzen Beitrag lesen »

Interview mit dem Mannheimer Morgen: „Alle Banken gehören verstaatlicht“

25. August 2009  Presseecho & Interviews

Interview: Michael Schlecht tritt für Die Linke in Mannheim bei der Bundestagswahl an / Er will höhere Steuern für Gutverdiener

23 Jahre lang war Michael Schlecht SPD-Mitglied – bis er 2005 austrat und die WASG mitgründete. Bei der Bundestagswahl tritt der ver.di-Chefvolkswirt in Mannheim für Die Linke an. Eine Koalition mit seiner alten Partei? „Dieser Weg ist verbaut“, sagt Schlecht. Der Staat soll alle Banken übernehmen, zwei Millionen Jobs schaffen und 100 Milliarden ausgeben.

Mannheimer Morgen: Sie scheinen sehr staatsgläubig zu sein.

Michael Schlecht: Ich habe vor allem ein sehr großes Misstrauen gegenüber dem, was der Markt alles leisten kann – der hat nämlich massiv versagt. Darum brauchen wir deutlich stärkere Kontrollen durch die öffentliche Hand. Und bei den Banken haben wir doch schon einen verstaatlichten Bankensektor, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Ganzen Beitrag lesen »

Kommentar: Ist das Schlimmste überstanden?

10. August 2009  Kommentare

Von September bis April war die Wirtschaft im freien Fall. Die Industrieproduktion stürzte um 25 Prozent ab. Im Mai setzte sich der Absturz nicht weiter fort – die Industrieproduktion ist sogar geringfügig wieder gestiegen. Im Juni war jedoch bereits wieder ein Rückgang gegenüber Mai von 0,1 Prozent zu verzeichnen. Die Produktion liegt immer noch um rund 20 Prozent unter Vorjahresniveau.

Viele hoffen, dass das Schlimmste überstanden ist, der „Boden“ erreicht sei. Und dass es ab 2011 wieder mit ein bis zwei Prozent Wachstum aufwärts geht. Selbst dann würde es jedoch bis zum Jahr 2015 dauern, bis wieder die Produktion des Jahres 2008 erreicht ist.

Die Entwicklung steht auf wackeligen Beinen: Vor allem die Exporte sind wieder angestiegen weil andere Länder, vor allem China und die USA riesige Konjunkturprogramme aufgelegt haben. Wie lange das trägt ist offen. Ganzen Beitrag lesen »

Tatsächliche Arbeitslosigkeit bei 4,6 Millionen! Regierung rechnet sich die Zahlen zur Wahl schön

31. Juli 2009  Allgemeines

Logo: Bundesagentur für ArbeitGestern stellte die Bundesagentur für Arbeit (BA) die neuen Arbeitslosenzahlen für Juli 2009 vor. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit um rund 52.000 Menschen auf 3,46 Millionen. BA-Chef Weise spricht von “üblichen jahreszeitlichen Belastungen” und meint, dass die “bisherigen Auswirkungen des Abschwungs aber vergleichsweise moderat” sind. Wenn man aber die Zahl der Arbeitslosen mit der im Juli 2008 vergleicht, sind es bereits 252.000 arbeitslose Menschen mehr.

Und das ist nur die halbe Wahrheit! Die BA rechnet sich durch Tricks die Statistiken schon seit Monaten schön. DIE LINKE errechnete, dass bereits jetzt die tatsächliche Arbeitslosenzahl bei 4,6 Millionen liegt.

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Kommentar: Zukunftsprogramm – Umbau der industriellen Strukturen

27. Juli 2009  Kommentare

Besonders betroffen von der Krise ist die Exportwirtschaft. Und die Beschäftigten die dort arbeiten.

Seit 2000 hat Deutschland einen Exportüberschuss von fast einer Billion Euro aufgebaut. Japan und China sind weitere Länder mit dauerhaften Exportüberschüssen. Sie sind nur möglich, wenn andere Länder sich immer mehr verschulden. Dies haben vor allem die USA gemacht. Exportüberschüsse und Verschuldung gehören unauflösbar zusammen – wie die zwei Seiten einer Medaille. Ganzen Beitrag lesen »

Kommentar: LINKES Sofortprogramm gegen die Krise

06. Juli 2009  Kommentare

3,4 Millionen Arbeitslose gab es im Juni. Gegenüber Juni 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 250.000. Und: die offizielle Statistik schummelt. Über eine Million Arbeitslose wurden schlicht rausgerechnet. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit beträgt bereits jetzt 4,5 Millionen!

Bedrückend ist, dass mittlerweile 1,4 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit sind. Wären sie es nicht, gäbe es mindestens 400.000 Arbeitslose mehr. Also fast fünf Millionen – im Sommer 2009! Und der weitere Anstieg droht. Ganzen Beitrag lesen »