Schlagwort: Proteste

Bevölkerung steht hinter Protesten und fordert Baustopp für Stuttgart 21

08. Oktober 2010  Presseerklärungen

Fast zwei Drittel der Bevölkerung halten die Proteste und Demonstrationen gegen Stuttgart 21 für gerechtfertigt. Bei den Anhängern der Partei DIE LINKE sind es nahezu 80 Prozent,” so Michael Schlecht, Bundestagsabgeordneter aus Baden-Württemberg und Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE. Dies geht aus einer am 5. Oktober 2010 von TNS Emnid durchgeführten Umfrage im Auftrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.

Bemerkenswert ist, dass 70 Prozent der Bevölkerung und 75 Prozent der Linkenanhänger für einen Baustopp sind! Unter Polizeischutz die Baumaßnahmen fortzusetzen finden nur 20 Prozent für richtig. “Damit wird der Kurs des Schlichters Dr. Geissler von der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung getragen. Umso unverständlicher ist die Haltung von Ministerpräsident Mappus und FDP-Minister Goll, die einen echten Baustopp ablehnen,” so Michael Schlecht.

60 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass sich in dem Protest gegen Stuttgart 21 auch einen allgemeine Unzufriedenheit mit der Politik ausdrückt. “Das ist kein Wunder, denn wenn in den Schulen der Putz von der Decke bröckelt, für Erwerbslose gerade mal eine Erhöhung von fünf Euro drin ist, dann versteht niemand mehr, weshalb Milliarden für ein Projekt der Gigantonomie verpulvert werden soll,” bekräftigt Michael Schlecht.

Hier geht es zu den Umfrageergebnissen…

Interview: Michael Schlecht zu den geplanten Protesten gegen den schwarz-gelben Sozialabbau

Michael Schlecht im Interview mit dem bermudafunk zu den Vorbereitungen der Proteste gegen geplanten Sozialabbau von Schwarz-Gelb, Bürgerarbeit und der möglichen Zusammenarbeit der LINKEN mit SPD und Grünen.

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Kommentar: Merkel vergaucken? Sozialkürzungen verhindern!

05. Juli 2010  Kommentare

Die Aufstellung von Joachim Gauck durch SPD und Grüne zielte vor allem auf die schwarz-gelbe Regierung, auf eine Schwächung Merkels. Das ist gelungen. Dass mehr als 40 Delegierte im ersten Wahlgang Merkel die Gefolgschaft verweigerten war eine Klatsche ersten Ranges.

SPD und Grüne hatten sich für ihre Strategie einen Kandidaten gesucht, der Teile des schwarz-gelben Lagers ansprechen sollte. Gauck war dafür ihr Mann. Es störte sie wenig, dass er in vielem das pure Gegenteil von dem vertritt, was in Parteiprogrammen beider Parteien steht. “Mit der Kandidatur Gauck ist Schindluder betrieben worden. Und nie hätte die rot-grüne Opposition diesen ‘Geniestreich’ gewagt, wäre sie an der Macht gewesen,” so die Neue Züricher Zeitung.

Die Aufstellung des Kandidaten ohne Beteiligung der LINKEN war logische Bedingung für den Plan Merkel vorzuführen. Hätte DIE LINKE keine eigene Kandidatin aufgestellt und erklärt, dass sie Gauck wählen würde, wäre Wulff im ersten Wahlgang gewählt worden. Deshalb war es für Rot-Grün hilfreich mit Gauck einen Kandidaten zu haben, der für DIE LINKE allein schon wegen der Befürwortung des Krieges in Afghanistan und der Agenda 2010 nicht wählbar war. Ganzen Beitrag lesen »

Kommentar: Stranguliertes Land

21. Juni 2010  Kommentare

Merkel will bis 2016 die Neuverschuldung fast auf null drücken. Wegen der Schuldenbremse. Um dieses Ziel zu erreichen sind die geplanten 80 Milliarden, mit denen bis 2014 vor allem Sozialleistungen sowie Stellen im öffentlichen Dienst gekürzt werden erst die Hälfte der Miete. Für die Jahre 2014 bis 2016 droht der zweite Teil der Sparorgie mit weiteren 80 Milliarden Euro.

Arbeitsministerin von der Leyen übt sich in Panikmache: “Wenn wir nicht wie Spanien, Portugal oder Griechenland an unseren eigenen Schulden ersticken wollen, müssen wir uns schmerzhaften Anstrengung unterziehen. Wenn der Sozialstaat in sich zusammenbricht, dann müssten das auf bittere Weise die Menschen ausbaden, die eigentlich die Hilfe des Sozialstaates bräuchten.”

Das ist grotesk. Die Finanzsituation ist in Deutschland mit der in den europäischen Südländern nicht vergleichbar. Hierzulande droht kein “Zusammenbruch” der Staatsfinanzen. Jedoch droht, dass der Sozialstaat so stranguliert wird, dass er daran erstickt.

Die Staatsschulden steigen nicht, weil zu viele soziale Leistungen vergeben werden. Vielmehr wurden den Banken rund 100 Milliarden hintergeworfen und Steuergeschenke an Reiche verteilt. Hätten wir heute noch die Steuergesetze aus der Zeit Helmut Kohls, würden jedes Jahr 100 Milliarden Euro mehr in die Kasse fließen. Diese Fehlentwicklung will DIE LINKE korrigieren.

Merkels anlaufende Sparorgie ist die gewaltigste Demontage des Sozialstaates in der Geschichte der Bundesrepublik. Dies löst Proteste aus. Am 12. Juni war der Auftakt. 40.000 Menschen gingen in Stuttgart und Berlin auf die Straße. Der heiße Herbst wird folgen. Ganzen Beitrag lesen »

Interview mit Michael Schlecht beim Sonntagsmatinee „Der Euro brennt“ in Kirchheim/Teck am 13. Juni 2010

14. Juni 2010  Presseecho & Interviews

Thomas Mitsch: Michael, wir haben uns gestern schon, auf der Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Krise!“, die zeitgleich mit einer Demonstration in Berlin in Stuttgart satt fand, gesehen. Wie siehst Du den Erfolg und hat die Demonstration etwas gebracht?

Michael Schlecht: Ich glaube schon, dass die Demonstration ein erster wichtiger Schritt war, um die Proteste auf die Straße zu bringen. Ob diese Demonstration etwas unverzüglich bewegt hat, damit die Regierung von ihrem Sparvorhaben abgeht, das würde ich allerdings sehr skeptisch sehen. Aber es ist ja auch für uns ein erster Schritt in Richtung wie muss es weitergehen. Es muss ein möglichst breiter Protest gegen die Politik der Bundesregierung organisiert werden.

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