Schlagwort: Kreditklemme

Kreditklemme verhindern – Banken in öffentliche Hand

06. November 2009  Presseerklärungen

“Die Kreditklemme wird immer bedrohlicher. Jetzt werden aus Union und FDP Forderungen laut, auf die Banken Druck auszuüben, ihre toxischen Papiere in Bad Banks auszulagern. Das wird jedoch die Verschärfung der Kreditklemme nicht verhindern”, sagt Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE. Schlecht weiter:

“Die Bundesregierung muss endlich sicherstellen, dass alle Banken an Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie private Konsumenten Kredite zu fairen Bedingungen vergeben. Hierauf sind alle Kreditinstitute durch strenge regulative Vorgaben zu verpflichten. Um diese durchzusetzen, muss der private Bankensektor in öffentliche Hand überführt und damit ebenso wie bereits die Sparkassen auf das Gemeinwohl verpflichtet werden. Ganzen Beitrag lesen »

Interview: Quelle ist auch ein Opfer der Agenda 2010

21. Oktober 2009  Presseecho & Interviews

Junge Welt, 21. Oktober 2009

Politik ist gefordert: Verstaatlichung der Banken und Stärkung der Binnennachfrage können die Realwirtschaft retten und Pleiten verhindern. Ein Gespräch mit Michael Schlecht
Interview: Claudia Wangerin

Michael Schlecht ist Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke und noch Chefvolkswirt der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Durch die Abwicklung des Traditionsunternehmens Quelle werden nach Gewerkschaftsangaben alle Mitarbeiter arbeitslos. Betroffen sind nicht nur die Zentrale in Fürth, sondern auch das Logistik-Center in Leipzig sowie Callcenter mit Tausenden Beschäftigten. Welche Möglichkeiten haben die Gewerkschaften noch, welche hat die Politik?

Wir sind am Ende eines Dramas, das deutlich macht, daß wir eine ganz andere Wirtschaftspolitik brauchen. Das erste Problem ist die enger werdende Kreditklemme. Eine angemessene politische Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise wäre die Vergesellschaftung der Banken. Unter staatlicher Kontrolle müßten die Banken dafür sorgen, daß die Realwirtschaft funktioniert. Das ist der entscheidende Hebel. Darüber hinaus muß die Politik das Lohndumping in Deutschland beenden. Quelle ist letztlich auch ein Opfer der Agenda 2010, mit der Lohndumping durchgesetzt wurde. Deshalb leiden wir an einer Schwächung der Binnennachfrage. Das setzt einen blindwütigen Anarchokapitalismus in Gang, der ganze Unternehmen über die Klinge springen läßt. Siehe Arcandor und Quelle. Ganzen Beitrag lesen »

Positionspapier: Schutzschirm für die Menschen in Baden-Württemberg

13. Oktober 2009  Allgemeines

Auf einer Pressekonferenz am 12.10.2009 stellte ich zusammen mit den Landessprechern der LINKEN Baden-Württemberg, Bernd Riexinger und Bernhard Strasdeit, ein neues Positionspapier vor. DIE LINKE fordert darin einen Schutzschirm für die Menschen im Ländle. Um den Folgen der Krise zu entgegnen, braucht unser Land einen Finanzschutzschirm und ein Zukunftsinvestitionsprogramm. Diese sollen gemeinsam ein Investitionsvolumen von 10 Mrd. Euro umfassen. Im Kern geht dabei um die Rettung der industriellen Kerne, sowie den Erhalt und die Weiterentwicklung der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Hier folgt nun der Inhalt des Papiers. Anbei ist auch eine kopierfertige Version als PDF-Datei zum weiter verbreiten.

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Kommentar: Linksfraktion beschließt 10-Punkte-Sofortprogramm

11. Oktober 2009  Kommentare

Der Absturz der wirtschaftlichen Entwicklung ist seit dem Frühsommer vorerst gestoppt. Das Risiko einer weiteren Talfahrt ist jedoch groß, allein schon weil die Finanzkrise längst nicht ausgestanden ist. In jedem Fall droht jetzt massiver Arbeitsplatzverlust, vor allem in den Regionen mit starker Exportindustrie. Und es droht eine deutliche Verschärfung der Kreditklemme. Bei knapp 40 Prozent der Insolvenzen im ersten Halbjahr 2009 ist die Kreditverweigerung der Banken das zentrale Problem.

DIE LINKE wird von der Regierung fordern, dass sie endlich auf die Kreditvergabe der Banken Einfluss nimmt. Dazu gehört, die Banken unter staatliche Kontrolle zu stellen bis hin zur Vergesellschaftung. Mithilfe eines staatlichen Fonds sollen auch direkte Kredite und Hilfen möglich sein. Dabei muss Beschäftigung gesichert und die Mitbestimmungsrechte von Belegschaften und Gewerkschaften ausgeweitet werden. Ganzen Beitrag lesen »

Michael Schlecht in Marburg: “Entlassen wird nach der Wahl”

23. September 2009  Presseecho & Interviews

Bericht aus der “Marburger Neuen Zeitung” vom 23.09.2009. Zum vergrößern, bitte anklicken.

2009-09-22-Schlecht_in_Marburg

Kommentar: Ist das Schlimmste überstanden?

10. August 2009  Kommentare

Von September bis April war die Wirtschaft im freien Fall. Die Industrieproduktion stürzte um 25 Prozent ab. Im Mai setzte sich der Absturz nicht weiter fort – die Industrieproduktion ist sogar geringfügig wieder gestiegen. Im Juni war jedoch bereits wieder ein Rückgang gegenüber Mai von 0,1 Prozent zu verzeichnen. Die Produktion liegt immer noch um rund 20 Prozent unter Vorjahresniveau.

Viele hoffen, dass das Schlimmste überstanden ist, der „Boden“ erreicht sei. Und dass es ab 2011 wieder mit ein bis zwei Prozent Wachstum aufwärts geht. Selbst dann würde es jedoch bis zum Jahr 2015 dauern, bis wieder die Produktion des Jahres 2008 erreicht ist.

Die Entwicklung steht auf wackeligen Beinen: Vor allem die Exporte sind wieder angestiegen weil andere Länder, vor allem China und die USA riesige Konjunkturprogramme aufgelegt haben. Wie lange das trägt ist offen. Ganzen Beitrag lesen »

Kommentar: Krisenverschärfung durch Kreditklemme: Banken in Verantwortung nehmen

28. Juni 2009  Kommentare

Immer mehr Pleiten drohen. Und mit ihnen die massive Vernichtung von Arbeitsplätzen. Eine Ursache sind wegbrechende Aufträge. Aber immer stärker werden Betriebe und Arbeitsplätze bedroht weil die Banken Kreditlinien kürzen und Zinsen heraufsetzen.

In rund 80 Prozent der Insolvenzen haben verschlechterte Kreditbedingungen einen erheblichen Einfluss. So eine Untersuchung der Uni Mannheim. Bei knapp 40 Prozent ist die Kreditverweigerung der Banken die „zentrale Ursache“.

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