Schlagwort: Insolvenz

»Sie kennen die Kunden besser« – Interview mit der Zeitung jungeWelt

02. Februar 2012  Presseecho & Interviews
zeitung

Schlecker in Arbeiterhand? Über Chancen einer Genossenschaftsbildung und die Ideen der Belegschaft. Gespräch mit Michael Schlecht

Interview: Johannes Schulten, junge Welt, 2.2.2012

Michael Schlecht ist Chefvolkswirt der Linksfraktion im Bundestag sowie gewerkschaftspolitischer Sprecher im Vorstand ­seiner Partei

In ver.di und der Linkspartei wird seit kurzem intensiv über ein Genossenschaftsmodell für die insolvente Drogeriekette Schlecker debattiert. Was stellen Sie sich genau darunter vor?

Die Initiative zur Debatte kommt vor allen von den Schlecker-Frauen. Die haben gesagt, sie hätten für das Unternehmen in den letzten zehn bis 20 Jahren drei Milliarden Euro erarbeitet. Und jetzt sei die Geschäftsführung nicht mal in der Lage, den Laden am Laufen zu halten und die Arbeitsplätze zu sichern. Eigentlich, meinten sie, müßte man den Schlecker rausschmeißen und den Laden alleine übernehmen. Der Hintergrund ist, daß momentan vieles nach derselben Entwicklung aussieht, die solche Insolvenzen in den vergangenen 20 Jahren genommen haben. Da kommt irgend­ein privater Investor, oder Schlecker schafft es sogar, die Läden zu behalten, dann fließen Staatsgelder hinein, und am Ende müssen doch erhebliche Teile der Belegschaft gehen. Ganzen Beitrag lesen »

Banken treiben Unternehmen in den Bankrott

09. März 2010  Presseerklärungen

„Die Kreditklemme ist keine Fata Morgana“, kommentiert Michael Schlecht den Anstieg der Unternehmenspleiten in 2009 um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die privaten Banken zocken mit dem billigen Geld der Europäischen Zentralbank (EZB) statt Kredite zu vergeben. Das Kreditvolumen sinkt laut EZB seit September 2009 kontinuierlich. Nur die Sparkassen und Landesbanken sind hier eine Ausnahme.

Selbst Unternehmen mit guter Auftragslage und hoher Eigenkapitalquote gehen zunehmend bankrott. Im letzten Jahr waren an die 250.000 Menschen bei insolventen Unternehmen beschäftigt.

Ackermann & Co vernichten Arbeitsplätze und die industrielle Basis in Deutschland. DIE LINKE fordert daher die Überführung der privaten Banken in öffentliches Eigentum, eine strikte Regulierung der Finanzmärkte sowie eine Aussetzung des Hausbankprinzips der Kreditanstalt für Wiederaufbau.”