Schlagwort: Griechenland

Sozialstaat und Tarifautonomie verteidigen

06. Februar 2012  Presseerklärungen
megafon

„Hände weg von der Tarifautonomie. Das Diktat der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF gegenüber Griechenland muss sofort beendet werden. Die Forderung nach Aufweichung oder gar Aufhebung von Tarifverträgen muss umgehend vom Verhandlungstisch“, kommentiert Michael Schlecht die anhaltenden Forderungen seitens der Troika zu Lohnkürzungen im privaten Sektor in Griechenland. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter: Ganzen Beitrag lesen »

Die Demokratie darf in Griechenland nicht ausgehebelt werden

01. November 2011  Presseerklärungen
megafon

“Die von EU und IWF durchgesetzten der Lohn- und Sozialkürzungen müssen sofort gestoppt und rückgängig gemacht werden. Vor allem dürfen Tarifverhandlungen nicht auf betriebliche Ebene unter Ausschaltung der Gewerkschaften verlagert werden; massive weitere Lohnabsenkungen wären die Folge. Die von Merkel verlangten bisherigen Lohn- und Sozialkürzungen sind verantwortlich für den katastrophale wirtschaftliche Einbruch Griechenlands um zehn Prozent im letzten und in diesem Jahr. Sie sind ein Rettungsring aus Blei.

Dass die griechische Bevölkerung nun gefragt werden soll wie es weitergehen soll, ist richtig. Die Demokratie darf nicht ausgehebelt werden. Eine umfassende andere Wirtschaftspolitik in Griechenland, Deutschland und Europa ist notwendig. Insbesondere brauchen wir einen ,Marshallplan’, also Aufbauhilfen für Griechenland,” kommentiert Michael Schlecht, Mitglied des Parteivorstandes und Wirtschaftsexperte der Fraktion DIE LINKE die bekanntgewordenen Pläne in Griechenland ein Referendum zu den Kürzungsprogrammen durchzuführen.

Jannis Milios, Mitglied des Parteivorstandes der griechischen Oppositionspartei SYNASPISMOS und Finanz- und Wirtschaftsexperte ergänzt:

“In einer Abstimmung das ganze Volk zu befragen ist ein hohes demokratisches Gut. ,Wollt ihr die Kürzungspolitik ertragen oder Austritt aus der Eurozone hinnehmen’ verkürzt das Problem. Ganzen Beitrag lesen »

Interview mit der »Heilbronner Stimme«

11. Oktober 2011  Presseecho & Interviews
zeitung

Kommen wir gleich zur Kernfrage: Ist der Euro noch zu retten?

Michael Schlecht: Ganz kurze Antwort: Ja klar.

Prima. Und wie?

Schlecht: Die eigentliche Krisenursache ist bei uns zu verorten. Deutschland hat als einziges EU-Land in den letzten zehn Jahren Lohnsenkungen durchgedrückt. Die Löhne sind heute 4,5 Prozent niedriger als im Jahr 2000. So hat die deutsche Exportindustrie mit günstigen Preisen andere Märkte auch in der EU erobert. Gleichzeitig stagnierte die Kaufkraft in Deutschland. Damit sanken auch die Absatzchancen für Länder wie Griechenland. Ganzen Beitrag lesen »

Europäischer Rettungsschirm: Deshalb habe ich mit Nein gestimmt!

29. September 2011  Multimedia

Nein zum Rettungsring aus Blei

29. September 2011  Kommentare
kommentar

Am Donnerstag stand die Entscheidung zur Ausweitung des sogenannten europäischen Rettungsschirmes, dem EFSF, an. Ich habe gemeinsam mit der ganzen Fraktion DIE LINKE mit Nein gestimmt. Zwei Punkte sind entscheidend:

Wir haben abgelehnt, weil alle Hilfskredite mit scharfen Lohn- und Sozialkürzungen verbunden sind. Dies ist nicht nur unsozial, sondern die betroffenen Länder werden noch weiter in die Krise gestürzt. Die Euro-Rettung ist ein Rettungsring aus Blei.

Wohin dies führt zeigt sich am brutalsten in Griechenland. 2009, als in Deutschland die Wirtschaft mit fünf Prozent einbrach, hielt sich Griechenland noch relativ gut. Als Merkel dann 2010 die Hilfskredite mit massiven Kürzungen verband, sackte die Wirtschaft um 4,5 Prozent ab. In Anbetracht der fortgesetzten Knebelung des griechischen Volkes droht 2011 ein noch schärferer Einbruch von mindestens fünf Prozent. Dass so Griechenland nicht auf die Beine kommt, ist offensichtlich. Die Schulden steigen statt zu sinken und die Risiken für die Steuerzahler wachsen. Ganzen Beitrag lesen »

Gläubigerbeteiligung ist eine Farce

16. September 2011  Presseerklärungen
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„Die Banken rechnen sich arm, dabei ist die Gläubigerbeteiligung für Achermann & Co äußerst attraktiv“, erklärt Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE. „Die gestiegenen Kurse der von den Steuerzahlern garantierten Anleihen drücken den Beitrag der Banken zur Rettung Griechenlands. Denn für den Verzicht auf einen Teil ihrer Forderungen erhalten die Geldinstitute Top-Anleihen der EFSF.“ Schlecht weiter:

„Die Angaben des internationalen Bankenverbandes, wonach die Banken auf 21 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten, waren von Anfang an irreführend. Die Geldinstitute ermitteln ihren Beitrag aus der Differenz zwischen der hohen Verzinsung 30 jähriger Anleihen Griechenlands und der niedrigeren Verzinsung der EFSF. Ganzen Beitrag lesen »

»Das ist mit äußerster Vorsicht zu genießen« – Interview mit der Zeitung “jungeWelt”

25. Juli 2011  Presseecho & Interviews
zeitung

Beteiligung von Banken und Versicherungen an Umschuldung Griechenlands ist nur freiwillig. Ein Gespräch mit Michael Schlecht.

Interview: Mirko Knoche

Das Griechenland-Rettungspaket der EU vom Donnerstag sieht vor, daß das Zinsniveau auf 3,5 Prozent gesenkt und die Laufzeit verlängert wird. Der Rettungsfonds kauft Athen Schuldenpapiere ab und vergibt sie mit Garantien aller Euro-Länder und zu geänderten Konditionen neu an die Märkte. Wie sieht es mit der Beteiligung der privaten Gläubiger an der Umschuldung aus?

Was die Banken und Versicherungen angeht: Es ist von 37 oder gar 50 Milliarden Euro die Rede, die angeblich von ihnen aufgebracht werden. Diese Behauptung ist mit äußerster Vorsicht zu genießen, es handelt sich lediglich um eine freiwillige Beteiligung. Ganzen Beitrag lesen »

Schuldenschnitt ohne Entwaffnung der Finanzmärkte ist Brandbeschleuniger

20. Juli 2011  Presseerklärungen

“Die Wirtschaftsweisen haben Recht. Griechenland braucht Luft zum Atmen. Ein Schuldenschnitt ohne Entmachtung der Finanzmärkte ist jedoch ein Brandbeschleuniger”, kommentiert Michael Schlecht die Initiative der Wirtschaftsweisen für einen Schuldenschnitt bzw. Anleihetausch für Griechenland im Vorfeld des EU-Gipfels. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter: Ganzen Beitrag lesen »