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	<title>Michael Schlecht, MdB &#187; Finanzkrise</title>
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	<description>Chefvolkswirt Bundestagsfraktion DIE LINKE</description>
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		<title>Finanzmärkte endlich entwaffnen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 14:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presseerklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwirtschaftsforum]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die selbsternannte Weltelite, die sich in Davos trifft, sollte sich die Worte des Gründers des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, zu Herzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Die selbsternannte Weltelite, die sich in Davos trifft, sollte sich die Worte des Gründers des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, zu Herzen nehmen: &#8216;Der Kapitalismus in seiner heutigen Form ist nicht länger das Wirtschaftsmodell, das die globalen Probleme lösen kann.&#8217; Die Entmachtung der Finanzmärkte wäre ein wichtiger Beitrag zur Überwindung dieser globalen Probleme. Doch von Davos werden in dieser Hinsicht mit ziemlicher Sicherheit keine Impulse ausgehen&#8221;, erklärt Michael Schlecht zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:<br />
</strong><span id="more-2855"></span><br />
&#8220;Die Refinanzierung der Staatsfinanzen muss durch eine öffentliche Bank für europäische Anleihen vom Diktat der Finanzmärkte befreit werden. Dadurch wird eine Entmachtung der Finanzmafia überhaupt erst möglich. Der gesamte Finanzsektor sollte dann in öffentlicher Hand zu überführen und streng zu regulieren. Das wären wichtige Schritte, um das Primat der Politik über die Wirtschaft wiederherzustellen.&#8221;</p>
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		<title>&#8220;Lohndumping gefährdet Europa&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 18:34:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schlecht, MdB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presseecho & Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutsche Exportüberschüsse und Agenda 2010 sind Auslöser hoher Staatsschulden. „Wir haben in Europa eine Staatsschuldenkrise, weil in vielen Ländern unsolide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutsche Exportüberschüsse und Agenda 2010 sind Auslöser hoher Staatsschulden.</strong></p>
<p>„Wir haben in Europa eine Staatsschuldenkrise, weil in vielen Ländern unsolide gewirtschaftet wurde“, behauptet Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Deshalb müssen aus ihrer Sicht Schuldenabbau ebenso wie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit auf der Tagesordnung der Euro-Länder stehen. Deutschland solle als Vorbild dienen: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Um Schuldenabbau und Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen, sind nach Merkels Auffassung massive Einschnitte bei Lohn-, Renten- und Sozialleistungen erforderlich. Deshalb macht sie sich für den Export der Agenda 2010 stark.<span id="more-2817"></span></p>
<p>Bislang wurde Griechenland, aber auch Irland und Portugal eine die Krise nur verschlimmernde, von strengen Kürzungszwängen diktierte Finanzpolitik aufgezwungen. Jetzt will Merkel die europäischen Verträge ändern, in die nationale Souveränität anderer Länder eingreifen und sie auf die deutsche Spar- und Ordnungspolitik verpflichten.</p>
<p>Sofern die Euro-Zone in den nächsten Monaten nicht ohnehin kollabiert, droht mit Merkels Kurs der ökonomische Niedergang Europas: Deflation und Depression.</p>
<p>Dabei ist die Politik der Agenda 2010 selbst die zentrale Ursache der europäischen Krise. Mit der Deregulierung des Arbeitsmarktes wurden die Gewerkschaften in Deutschland geschwächt und ein gigantisches Lohndumping eingeleitet. Fakt ist: Die Löhne sind seit 2000 preisbereinigt um 4,5 Prozent gesunken. Fair wäre ein Lohnzuwachs um mindestens zehn Prozent gewesen; wie er in vielen anderen Ländern Europas realisiert worden ist. Wenn Löhne sinken, schwindet die Kaufkraft der Menschen. Davon sind auch die importierten Güter betroffen, sodass viele Staaten es schwer haben, Waren nach Deutschland zu exportieren. Lohndumping ist gut für die Profite der Unternehmer, auch für ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland. Kein Wunder, dass die deutschen Exporte seit dem Jahr 2000 massiv ansteigen. In der Schere zwischen ausgebremsten Importen und steigenden Exporten explodierte der Außenhandelsüberschuss. Seit 2000 haben deutsche Unternehmer für 1,2 Billionen Euro mehr ins Ausland verkauft als sie an Gütern und Dienstleistungen von anderen Ländern einkauften. In den ersten drei Quartalen 2011 betrug der Überschuss knapp 120 Milliarden Euro, davon 65 Milliarden in der Eurozone.</p>
<p><strong>Keine schulden-, sondern Lohnkrise</strong></p>
<p>enn ein Land fortwährend erhebliche Exportüberschüsse erzielt, verschulden sich die anderen Länder fast zwangsläufig. Nur so sind sie in der Lage, die Exporte zu bezahlen. Das deutsche Lohndumping und die Schulden der europäischen Krisenländer sind zwei Seiten derselben Medaille: Wir haben keine Schulden-, sondern eine Lohnkrise! Wenn der Euro kollabiert, käme es zu einer neuen deutschen Währung, aufgewertet gegenüber anderen Währungen um 40 Prozent. Die Folge: Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft nähme rapide ab, Millionen Arbeitsplätze in der Exportindustrie wären bedroht.</p>
<p>Was ist die Alternative? Erstens muss die Bundesregierung in Deutschland das Lohndumping beenden, indem sie einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro einführt und sich von der Agenda 2010 verabschiedet sowie die Tarifflucht der Unternehmer gesetzlich unterbindet.</p>
<p>Zweitens muss die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin massiv eingreifen bei der Stabilisierung der Finanzmärkte (s. S. 15). Notwendig ist darüber hinaus die direkte Finanzierung der Krisenstaaten. Sie würde niedrigere Zinssätze, orientiert am EZB-Leitzins, ermöglichen. Vor allem wäre dann die Finanzierung der Euro-Staaten der Willkür privater Finanzmärkte entzogen; Spekulanten, Zocker und Rating-Agenturen könnte man auf diese Weise ausschalten. Zahlten Millionäre und Multimillionäre europaweit zudem einmalig eine Vermögensabgabe von 50 Prozent, ließen sich die Staatsschulden halbieren.</p>
<p>Klar ist: Nur mit einem grundlegenden Kurswechsel ist Europa zu retten. Nur so kann sich das Primat der Politik gegenüber dem Terror der Finanzmärkte durchsetzen.<br />
<em><span style="color: #888888;">Quelle: <a href="http://www.gew.de/Lohndumping_gefaehrdet_Europa.html">http://www.gew.de/Lohndumping_gefaehrdet_Europa.html</a></span></em></p>
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		<title>Eine Wachstumsstrategie reicht nicht, um Merkozys Trümmerfeld der Euro-Rettung aufzuräumen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 15:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presseerklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Direktfinanzierung]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Dass Merkel und Sarkozy sich über eine Wachstumsstrategie verständigen, ist im Grundsatz zu begrüßen. Eine solche Strategie hilft aber nicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Dass Merkel und Sarkozy sich über eine Wachstumsstrategie verständigen, ist im Grundsatz zu begrüßen. Eine solche Strategie hilft aber nicht, eine Eskalation der Finanzkrise kurzfristig abzuwenden. Hierfür ist eine direkte Refinanzierung der Staaten durch die Europäische Zentralbank mittels einer öffentlichen Bank für europäische Anleihen nötig&#8221;, erklärt Michael Schlecht zum Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Berlin. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:</strong></p>
<p>&#8220;Der deutsche Beitrag zu einer wirksamen Wachstumsstrategie könnte in einem Investitionsprogramm für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft im Umfang von 125 Milliarden Euro jährlich bestehen. <span id="more-2810"></span>Davon würden auch unsere kriselnden Partner in der Eurozone profitieren. In vielen Ländern hat die Euro-Rettungspolitik à la Merkozy ein Trümmerfeld hinterlassen. Die Wirtschaft droht in die Rezession abzugleiten, angetrieben durch die den Staaten aufgezwungenen Sparprogramme. Notwendig wäre jetzt ein europäischen &#8216;Marshallplan&#8217;, um Staaten zu helfen, die sich aufgrund der verfehlten Politik von Merkel und Sarkozy nicht mehr selbst helfen können.</p>
<p>Die französische Initiative, eine Finanztransaktionssteuer jetzt schnell einzuführen, könnte Milliarden für Investitionsprogramme und &#8216;Marshallplan&#8217; einbringen und zugleich kurzfristig zur Stabilisierung der Finanzmärkte beitragen. Die Kanzlerin muss deshalb runter von der Bremse und damit gemeinsam mit Frankreich Europa für die Spekulantensteuer aufschließen. Da hätte die deutsch-französische Achse endlich mal einen Sinn.&#8221;</p>
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		<title>Nur mit dem Ende des Lohndumping ist Europa zu retten</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 15:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der gewerkschaftspolitische Sprecher des Parteivorstands der LINKEN, Michael Schlecht, erklärt zum heute vorgestellten 4-Punkte-Plan des DGB für einen Kurswechsel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der gewerkschaftspolitische Sprecher des Parteivorstands der LINKEN, Michael Schlecht, erklärt zum heute vorgestellten 4-Punkte-Plan des DGB für einen Kurswechsel in Europa:<br />
</strong><br />
Um die Krise zu stoppen, muss die EZB für eine direkte Finanzierung der Staaten bereit stehen. Diese auch von der LINKEN geteilte Forderung des DGB ist ausdrücklich zu begrüßen. <span id="more-2786"></span>Der DGB fordert ein europäisches Zukunftsprogramm. Das Programm ist ein zentrales Instrument zur Reduzierung der wirtschaftlichen Ungleichgewichte und unterstützt auch den Abbau der Leistungsbilanzdefizite. Im Grundsatz ist dem nichts hinzuzufügen. Leider macht der DGB keine Angaben zum Umfang des Zukunftsprogrammes. Auch die Finanzierung lediglich mit Zwangsanleihen zu bestreiten ist viel zu wenig. DIE LINKE fordert ein Zukunftsprogramm für Deutschland von 125 Milliarden jährlich und eine europaweite einmalige Vermögensabgabe von möglicherweise 50 Prozent auf große Vermögen.</p>
<p>Der DGB will in den Ländern mit einem hohen Leistungsbilanzüberschuss, insbesondere Deutschland, die Binnennachfrage durch höhere Masseneinkommen steigern. In Anbetracht einer Lohnabsenkung von preisbereinigt 4,5 Prozent seit 2000 ist ein Konzept erforderlich, um in der Tarifpolitik wieder die umfassende Gestaltungsmacht für die Einkommensentwicklung zu erlangen. Insbesondere der Kampf um die Überwindung der Agenda 2010, die Beseitigung von Leiharbeit, Befristungen, Minijobs und Hartz IV ist daher zwingend notwendig. Ein weiterer Baustein ist die sofortige Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes von 10 Euro.</p>
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		<title>Merkels „Stabilitätspakt&#8221; ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 13:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Merkels ‚Stabilitätspakt‘ wird die Haushalte der EU-Staaten und die europäische Wirtschaft ausbluten. Jetzt sollen nicht mehr 3 Prozent Defizit zugelassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Merkels ‚Stabilitätspakt‘ wird die Haushalte der EU-Staaten und die europäische Wirtschaft ausbluten. Jetzt sollen nicht mehr 3 Prozent Defizit zugelassen werden, sondern höchsten 0,5 Prozent strukturelles Defizit. Aber auch das nur für die Länder, welche ihre Gesamtverschuldung bei höchstens 60 Prozent haben. Alle anderen müssen jetzt Überschüsse erzielen. Sollten diese Pläne in die Realität umgesetzt werden, müssten die öffentlichen Haushalte der Euro-Länder über 1,5 Billionen Euro in den nächsten fünf Jahren aufbringen. Das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn“, kommentiert Michael Schlecht die Beschlüsse des EU-Gipfel. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:</strong></p>
<p>„Statt weiterer Spardiktate müssen Impulse für eine wirtschaftliche Erholung gesetzt werden. <span id="more-2777"></span>In Deutschland muss hierfür die Binnennachfrage gestärkt werden. Erreicht werden kann dies durch die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von zehn Euro, die Aufstockung der Hartz IV-Regelsätze auf 500 Euro und ein Zukunftsprogramm für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft in Höhe von 125 Milliarden Euro jährlich.</p>
<p>Wenn die Wirtschaft läuft, sprudeln auch die Steuereinnahmen. Wird zudem der ruinöse Steuerwettbewerb in Europa beendet und die Einkommen und Vermögen der Reichen und Superreichen wieder gerecht besteuert, kann der Schuldenabbau tatsächlich gelingen. Von Maßnahmen gegen Steuerflüchtlinge und Steuerdumping liest man jedoch nichts in den Beschlüssen des EU-Gipfels. Die Krisenpolitik von Merkel ist nicht nur technisch schlecht gemacht, sie ist grundlegend falsch.“</p>
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		<title>Ursachen der Krise werden nicht beseitigt</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 12:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die eigentliche Ursache der Krise, die Handelsbilanzungleichgewichte innerhalb der EU, werden nicht angegangen. Sie sind es, die die Verschuldung unserer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Die eigentliche Ursache der Krise, die Handelsbilanzungleichgewichte innerhalb der EU, werden nicht angegangen. Sie sind es, die die Verschuldung unserer europäischen Nachbarn beständig vergrößern, allein im laufenden Jahr um rund 75 Milliarden Euro. Stattdessen wollen Merkel und Sarkozy Schuldenbremsen installieren und die nationale Souveränität der Mitgliedstaaten einschränken und zerstören so die Demokratie, während die den Schuldenstaaten aufoktroyierten Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen die Wirtschaft ruinieren&#8221;, kommentiert Michael Schlecht die Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy für den bevorstehenden EU-Gipfel. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:</strong></p>
<p>&#8220;Ein kurzfristiger Kollaps des Euro ist inzwischen zu einer realen Gefahr geworden. Denn &#8216;Merkozy&#8217; und die EU kümmern sich nicht darum, wie die Euro-Staaten sich in den kommenden Monaten zu vernünftigen Zinsen refinanzieren sollen. Allein 2012 werden die Eurostaaten auslaufende Staatsanleihen im Wert von über 1,1 Billionen Euro refinanzieren müssen.<span id="more-2768"></span></p>
<p>Das deutsche Lohndumping ist die zentrale Ursache für die Handelsbilanzungleichgewichte innerhalb der EU. Wer die Krise beenden will, muss deshalb das deutschen Lohndumping beenden und für eine Stärkung der Binnennachfrage sorgen. Erreicht werden könnte dies durch die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von mindestens zehn Euro, die Aufstockung der Hartz IV-Regelsätze auf 500 Euro und eine Zukunftsprogramm für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft in Höhe von 125 Milliarden Euro jährlich.</p>
<p>Zur Stabilisierung der Finanzmärkte ist es notwendig die Staatsfinanzierung aus den Fängen der Finanzmafia inklusive der Ratingagenturen zu befreien. Denkbar wäre hier etwa die Finanzierung durch die EZB, vermittelt über eine Bank für öffentliche Anleihen.&#8221;</p>
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		<title>Letzter Ausfahrt vor dem Absturz: Refinanzierung der Staatsschulden direkt durch die EZB</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 12:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Eine direkte Refinanzierung der Staatsschulden durch die EZB ist jetzt dringend notwendig. Italien steht vor dem Abgrund&#8221;, erklärt Michael Schlecht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Eine direkte Refinanzierung der Staatsschulden durch die EZB ist jetzt dringend notwendig. Italien steht vor dem Abgrund&#8221;, erklärt Michael Schlecht angesichts der rasant steigenden Zinsen für italienische Staatsanleihen und der damit einhergehenden Zuspitzung der Finanzkrise. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:</strong></p>
<p>&#8220;Seit Oktober sind die Zinsen für italienische Staatsanleihen von 3,6 Prozent auf bis zu 7,5 Prozent gestiegen. Bei diesem Zinssatz ist das Land bald zahlungsunfähig. <span id="more-2697"></span>Allein 2012 muss Italien über 300 Milliarden Euro refinanzieren. Der EFSF kann Italien mit seiner Staatsschuld von 1,9 Billionen Euro nicht retten. Es sind nur noch 250 Milliarden Euro verfügbar, und ob die Hebelung auf eine Billion Euro kommt, steht noch in den Sternen. Gehandelt werden muss jetzt. Wenn ein Wirtschaftsnobelpreisträger wie Paul Krugman Alarm schlägt, ist es höchste Zeit. Die Blockadehaltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist unverantwortlich.</p>
<p>Der momentane Zinsanstieg für italienische Anleihen ist durch keine realwirtschaftliche Entwicklung gedeckt. Fällt der Euro, hat dies auch katastrophale Folgen für die deutsche Wirtschaft. Sollte sich die EZB weigern, die direkte Refinanzierung der Staatsschulden zu übernehmen, muss umgehend eine europäische Bank für öffentliche Staatsanleihen eingerichtet werden, die dieser Aufgabe nachkommt.&#8221;</p>
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		<title>EU-Kommission macht Versagen der Merkel-Krisenpolitik amtlich</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 15:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Merkels EU-Krisenpolitik treibt die Wirtschaft in der Europäischen Union in den Abgrund&#8221;, kommentiert Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Merkels EU-Krisenpolitik treibt die Wirtschaft in der Europäischen Union in den Abgrund&#8221;, kommentiert Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE, die heute erschienene Herbstprognose der Europäischen Kommission. &#8220;Auf Merkels Druck hin haben die Regierungen in der EU Kürzungsprogramme von 500 Milliarden Euro beschlossen. Die Folgen sind unübersehbar. Gerade noch 0,6 Prozent soll die EU-Wirtschaft in 2012 laut Herbstprognose der Europäischen Kommission wachsen. Selbst eine Rezession ist nicht mehr auszuschließen.&#8221; Michael Schlecht weiter:</strong></p>
<p>&#8220;Die Politik der Strangulierung der öffentlichen Haushalte als Gegenleistung für Hilfsgelder muss sofort beendet werden.<span id="more-2693"></span>Sie ist zweifach sinnlos: Erstens führt sie in den wirtschaftlichen Abschwung, und zweitens hilft sie noch nicht mal, die Schulden wirklich zu senken &#8211; wie man an und in Griechenland sehen kann.</p>
<p>Nur eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und Umverteilung kann die Schulden nachhaltig senken. Dazu aber ist ein Konjunkturprogramm für Deutschland für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft nötig und ein &#8216;Marshallplan&#8217; für die Länder, die sich gerade wegen der Politik Merkels nicht mehr selbst helfen können.</p>
<p>Das Steuerdumping in Deutschland und der ruinöse Steuerwettbewerb in der EU müssen beendet werden. DIE LINKE fordert eine Millionärssteuer in Deutschland, die 80 Milliarden, und eine Finanztransaktionssteuer, die europaweit 60 Milliarden einbringen würde.&#8221;</p>
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		<title>Die Demokratie darf in Griechenland nicht ausgehebelt werden</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 17:34:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die von EU und IWF durchgesetzten der Lohn- und Sozialkürzungen müssen sofort gestoppt und rückgängig gemacht werden. Vor allem dürfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Die von EU und IWF durchgesetzten der Lohn- und Sozialkürzungen müssen sofort gestoppt und rückgängig gemacht werden. Vor allem dürfen Tarifverhandlungen nicht auf betriebliche Ebene unter Ausschaltung der Gewerkschaften verlagert werden; massive weitere Lohnabsenkungen wären die Folge. Die von Merkel verlangten bisherigen Lohn- und Sozialkürzungen sind verantwortlich für den katastrophale wirtschaftliche Einbruch Griechenlands um zehn Prozent im letzten und in diesem Jahr. Sie sind ein Rettungsring aus Blei.</p>
<p>Dass die griechische Bevölkerung nun gefragt werden soll wie es weitergehen soll, ist richtig. Die Demokratie darf nicht ausgehebelt werden. Eine umfassende andere Wirtschaftspolitik in Griechenland, Deutschland und Europa ist notwendig. Insbesondere brauchen wir einen ,Marshallplan&#8217;, also Aufbauhilfen für Griechenland,&#8221; kommentiert Michael Schlecht, Mitglied des Parteivorstandes und Wirtschaftsexperte der Fraktion DIE LINKE die bekanntgewordenen Pläne in Griechenland ein Referendum zu den Kürzungsprogrammen durchzuführen.</p>
<p>Jannis Milios, Mitglied des Parteivorstandes der griechischen Oppositionspartei SYNASPISMOS und Finanz- und Wirtschaftsexperte ergänzt:</strong></p>
<p>&#8220;In einer Abstimmung das ganze Volk zu befragen ist ein hohes demokratisches Gut. ,Wollt ihr die Kürzungspolitik ertragen oder Austritt aus der Eurozone hinnehmen&#8217; verkürzt das Problem. <span id="more-2674"></span>So droht die Volksabstimmung zu einem letzten Trick von Papandreou zu werden, den Fall der Regierung zu verhindern angesichts des steigenden Drucks der Massenmobilisierungen. Richtig und notwendig sind jetzt Nationalwahlen. Die griechische Bevölkerung muss entscheiden können, welche Politik und welche politische Programme einen Ausweg aus der Krise bilden können. Nur die Demokratie kann Europa retten!</p>
<p>Wir werden uns auch weiterhin mit allen Mitteln gegen alle Kürzungsprogramme wehren. Diese Kürzungsprogramme überall in der EU zielen auf die Umverteilung von unten nach oben ab. Sie nützen nur wieder den Verursachern und Profiteuren der Krise und wenden sich gegen die Mehrheit der Gesellschaft. Und vor allem nützen sie überhaupt nichts gegen die Finanzkrise. Im Gegenteil sie heizen nur die Spekulation noch mehr an und verschärfen die Krise. Wir kämpfen für eine Wiedergeburt der Demokratie in Europa. Nur die Demokratie kann die öffentliche Kontrolle über den Finanzsektor wieder herstellen und ihn wieder auf seine dienende Funktion reduzieren um Arbeitsplätze zu schaffen, sozialen Rechte durchzusetzen und die Armut und Prekarität zu bekämpfen.&#8221;</p>
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		<title>„Madame No“ steht wieder auf der Bremse vorm G20-Gipfel</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 17:56:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fabio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presseerklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
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		<description><![CDATA[„Bundeskanzlerin Merkel glaubt, mit dem Fuß auf dem Bremspedal den Wettlauf gegen die größte Systemkrise seit dem Zweiten Weltkrieg gewinnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Bundeskanzlerin Merkel glaubt, mit dem Fuß auf dem Bremspedal den Wettlauf gegen die größte Systemkrise seit dem Zweiten Weltkrieg gewinnen zu können. Damit geht sie nicht nur den Regierungschefs der G20-Ländern auf die Nerven“, kommentiert Michael Schlecht die Kritik vieler G20-Länder am Krisenmanagement der Eurozone im Vorfeld des Treffens ins Paris. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:</strong></p>
<p>„Die Bundesregierung ist nicht in der Lage diese Dauerkrise zu lösen. <span id="more-2621"></span>Sie müsste sich auf dem heute beginnenden G20–Treffen für eine weltweite strikte Regulierung des Finanzcasinos, eine Finanztransaktionssteuer und koordinierte Konjunkturprogramme stark machen. Sie müsste sich endlich von den Lobbyisten aus Finanz- und Großindustrie befreien und zum Wohle der Menschen hierzulande und weltweit handeln. Für keine dieser Forderungen werden sich Merkel und Co. engagiert auf internationaler Ebene einsetzen. Doch wer jetzt nichts gegen einen Einbruch der weltweiten Wirtschaft unternimmt, wird mitverantwortlich für Millionen Hungertote in den Entwicklungsländern sein.</p>
<p>Zur Krisenbekämpfung ist eine andere Politik auf nationaler Ebene nötig und möglich. Mit der Zockerei muss Schluss sein. DIE LINKE fordert, die Banken dauerhaft in öffentlich-rechtliches Eigentum zu überführen und strikt zu regulieren. Außerdem muss die Konjunktur dringend gestützt werden. Dazu ist ein sozial-ökologisches Investitionsprogramm für den Umbau nötiger denn je.“</p>
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