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Interview: Quelle ist auch ein Opfer der Agenda 2010

21. Oktober 2009  Presseecho & Interviews

Junge Welt, 21. Oktober 2009

Politik ist gefordert: Verstaatlichung der Banken und Stärkung der Binnennachfrage können die Realwirtschaft retten und Pleiten verhindern. Ein Gespräch mit Michael Schlecht
Interview: Claudia Wangerin

Michael Schlecht ist Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke und noch Chefvolkswirt der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di

Durch die Abwicklung des Traditionsunternehmens Quelle werden nach Gewerkschaftsangaben alle Mitarbeiter arbeitslos. Betroffen sind nicht nur die Zentrale in Fürth, sondern auch das Logistik-Center in Leipzig sowie Callcenter mit Tausenden Beschäftigten. Welche Möglichkeiten haben die Gewerkschaften noch, welche hat die Politik?

Wir sind am Ende eines Dramas, das deutlich macht, daß wir eine ganz andere Wirtschaftspolitik brauchen. Das erste Problem ist die enger werdende Kreditklemme. Eine angemessene politische Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise wäre die Vergesellschaftung der Banken. Unter staatlicher Kontrolle müßten die Banken dafür sorgen, daß die Realwirtschaft funktioniert. Das ist der entscheidende Hebel. Darüber hinaus muß die Politik das Lohndumping in Deutschland beenden. Quelle ist letztlich auch ein Opfer der Agenda 2010, mit der Lohndumping durchgesetzt wurde. Deshalb leiden wir an einer Schwächung der Binnennachfrage. Das setzt einen blindwütigen Anarchokapitalismus in Gang, der ganze Unternehmen über die Klinge springen läßt. Siehe Arcandor und Quelle. Ganzen Beitrag lesen »

Schutzschirm auch für Arcandor-Beschäftigte

29. Mai 2009  Presseecho & Interviews

Artikel von Michael Schlecht, erschienen im Neues Deutschland vom 29. Mai 2009: Wenn 53 000 Arbeitsplätze in Deutschland und 23 000 im Ausland in Gefahr sind, dann muss in jedem Fall der Staat helfen. Wenn Banken mit Hunderten von Milliarden geholfen wird, dann müssen auch notleidende Unternehmen der »Realwirtschaft« aufgefangen werden. Deshalb unterstützt DIE LINKE den Kampf der Kolleginnen und Kollegen von Karstadt, Quelle und weiteren Unternehmensteilen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Auch die Beschäftigten bei Arcandor sind »systemrelevant«!

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Schutzschirm auch für Arcandor-Beschäftigte

27. Mai 2009  Presseerklärungen

DIE LINKE unterstützt den Kampf der Kolleginnen und Kollegen von Karstadt und Quelle um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. In der akuten Notsituation muss der Staat mit Bürgschaften helfen. Nicht nur Banken müssen gerettet werden, sondern auch die Beschäftigten bei Arcandor, erklärt das Mitglied des Parteivorstandes Michael Schlecht:

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