Schlagwort: Arbeitslosenzahlen

Kommentar: Aufschwung der Profite und Leiharbeit

24. Januar 2011  Kommentare

Letzte Woche haben wir es wieder einmal erlebt: Bei der Präsentation des Jahreswirtschaftsberichtes jubelte Wirtschaftsminister Brüderle über den „XL-Boom“. Viele Menschen fragen sich: „Und was habe ich davon?“

Der Aufschwung ist vor allem ein Aufschwung der Profite. Die Unternehmer haben 2010 ein Plus von mehr als 13 Prozent eingesackt. Die Herren der Dax-Konzerne legen im gesamten Jahr sogar einen Anstieg um satte 210 Prozent hin!

Den Beschäftigen steht gerade einmal ein Plus von 2,2 Prozent ins Haus. Zieht man davon die Preissteigerung von 1,8 Prozent ab, bleiben mickerige 0,4 Prozent übrig. Dieses Plus gibt es nur, weil wegen des Rückgangs der Kurzarbeit mehr Stunden gearbeitet wurde. In Stundenlöhnen gerechnet gab es nur einen „Zuwachs“ von 0,1 Prozent; nach Abzug der Preissteigerung errechnet sich eine Lohnsenkung um 1,7 Prozent! Ganzen Beitrag lesen »

Kommentar: Volksabstimmung über die Rente mit 67

19. Oktober 2010  Kommentare

Heiner Geissler hat Recht. Es muss Schluss sein mit der Basta-Politik. Egal von wem. Weder Merkel noch Mappus noch sonst wer dürfen in wichtigen Fragen Regelungen einfach durch drücken. Was für staatliche Infrastrukturprojekte wie Stuttgart 21 gilt, muss aber auch für andere lebenswichtige Entscheidungen gelten. Zum Beispiel für die Rente mit 67.

Die Verlängerung des Renteneintritts auf 67 Jahre heißt weitere Rentenkürzungen. Schon heute halten viele nicht bis 65 durch. Sie sind gesundheitlich fertig. Und für die Älteren, die noch arbeiten können und wollen gibt es kaum noch annehmbare Arbeitsplätze. Bei den 60- bis 65-Jährigen haben gerade einmal 22 Prozent einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Knapp zehn Prozent sind es bei den 64-Jährigen. Arbeitsministerin von der Leyen verkündet hingegen fröhliche Propagandazahlen. Heute seien etwa 40 Prozent aller über 60-Jährigen erwerbstätig. Aber eben nicht sozialversichert. Sehr viele Alterserwerbstätige müssen in Minijobs, Teilzeit mit niedriger Stundenzahl und Scheinselbstständigkeit arbeiten. Sie werden meistens mies bezahlt und können keine weiteren Rentenansprüche aufbauen. Ganzen Beitrag lesen »

Kommentar: Schluss mit dem Lohndumping

06. Januar 2010  Kommentare, Presseecho & Interviews

Die Arbeitslosigkeit steigt stärker, als zugegeben wird

Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 06.01.2010

Es heißt, die Rezession sei beendet, es gehe wieder voran, kurz: Optimismus vielerorts. Wirtschaftsforscher, Bundesbanker und Regierung verkünden ein Wirtschaftswachstums von rund 1,5 Prozent für dieses Jahr. Für die Industrieproduktion erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sogar einen Anstieg um fünf Prozent.

Selbst wenn es so käme, wären wir nicht aus der Krise heraus. Um 115 Milliarden Euro ist die Wirtschaft letztes Jahr in den Keller gerauscht. Auch wenn es mit jährlichen Steigerungen von 1,5 Prozent wieder aufwärts gehen sollte, müsste das Land erst mühsam die Stufen der Kellertreppe hochkrabbeln. Frühestens 2013 könnte der Wert von Produktion und Dienstleistungen des Jahres 2008 wieder erreicht werden. Sollte es schlechter laufen, droht ein verlorenes Jahrzehnt. Ganzen Beitrag lesen »

Statistisches Landesamt: Industrie baut mehr als 36 000 Stellen ab – Arbeitsmarkt dennoch in außerordentlich robuster Verfassung – 320 000 Personen in Kurzarbeit

22. Oktober 2009  Allgemeines

Pressemitteilung vom 22.10.2009:

Die Wirtschaftskrise hinterlässt inzwischen auch auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt deutlichere Spuren. Im 2. Quartal 2009 gab es insgesamt 5,58 Millionen Arbeitsplätze. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verloren per Saldo mehr als 16 000 Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz, was einem Minus von 0,3 Prozent entspricht. Wie das Statistische Landesamt nach ersten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« mitteilt, gab es im 2. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal zwar einen Zuwachs um rund 13 000 Erwerbstätige, dieser ist jedoch saisonal üblich und fiel in diesem Jahr nur sehr schwach aus. Zum Vergleich: Im Hochkonjunkturjahr 2008 hatte der vergleichbare Stellenzuwachs noch bei fast 50 000 und damit fast viermal so hoch gelegen…

Tatsächliche Arbeitslosigkeit bei 4,6 Millionen! Regierung rechnet sich die Zahlen zur Wahl schön

31. Juli 2009  Allgemeines

Logo: Bundesagentur für ArbeitGestern stellte die Bundesagentur für Arbeit (BA) die neuen Arbeitslosenzahlen für Juli 2009 vor. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit um rund 52.000 Menschen auf 3,46 Millionen. BA-Chef Weise spricht von “üblichen jahreszeitlichen Belastungen” und meint, dass die “bisherigen Auswirkungen des Abschwungs aber vergleichsweise moderat” sind. Wenn man aber die Zahl der Arbeitslosen mit der im Juli 2008 vergleicht, sind es bereits 252.000 arbeitslose Menschen mehr.

Und das ist nur die halbe Wahrheit! Die BA rechnet sich durch Tricks die Statistiken schon seit Monaten schön. DIE LINKE errechnete, dass bereits jetzt die tatsächliche Arbeitslosenzahl bei 4,6 Millionen liegt.

Ganzen Beitrag lesen »