Schlagwort: Afghanistan

Deutsche Kriegsbeteiligung in Afghanistan stoppen

28. Januar 2011  Kommentare

Heute, am 28. Januar 2011 wurde im Bundestag in namentlicher Abstimmung über die Fortsetzung der deutschen Beteiligung am Krieg in Afghanistan entschieden. Die Fraktion DIE LINKE, natürlich auch ich haben mit Nein gestimmt.

Nachfolgend die Kurzfassung einer Positionierung. Ausführliches hierzu unter http://www.linksfraktion.de.

“Militärisch ist der Konflikt in Afghanistan nicht zu lösen.” So in dem im Dezember 2010 von der Bundesregierung veröffentlichten “Fortschrittsbericht Afghanistan”. Und weiter: “Die stetig wachsende Militärpräsenz hat bisher nicht zu einer signifikanten und nachhaltigen Verbesserung der Sicherheitslage geführt.” Ganzen Beitrag lesen »

Kommentar: Merkel vergaucken? Sozialkürzungen verhindern!

05. Juli 2010  Kommentare

Die Aufstellung von Joachim Gauck durch SPD und Grüne zielte vor allem auf die schwarz-gelbe Regierung, auf eine Schwächung Merkels. Das ist gelungen. Dass mehr als 40 Delegierte im ersten Wahlgang Merkel die Gefolgschaft verweigerten war eine Klatsche ersten Ranges.

SPD und Grüne hatten sich für ihre Strategie einen Kandidaten gesucht, der Teile des schwarz-gelben Lagers ansprechen sollte. Gauck war dafür ihr Mann. Es störte sie wenig, dass er in vielem das pure Gegenteil von dem vertritt, was in Parteiprogrammen beider Parteien steht. “Mit der Kandidatur Gauck ist Schindluder betrieben worden. Und nie hätte die rot-grüne Opposition diesen ‘Geniestreich’ gewagt, wäre sie an der Macht gewesen,” so die Neue Züricher Zeitung.

Die Aufstellung des Kandidaten ohne Beteiligung der LINKEN war logische Bedingung für den Plan Merkel vorzuführen. Hätte DIE LINKE keine eigene Kandidatin aufgestellt und erklärt, dass sie Gauck wählen würde, wäre Wulff im ersten Wahlgang gewählt worden. Deshalb war es für Rot-Grün hilfreich mit Gauck einen Kandidaten zu haben, der für DIE LINKE allein schon wegen der Befürwortung des Krieges in Afghanistan und der Agenda 2010 nicht wählbar war. Ganzen Beitrag lesen »

Volles Haus im Mannheimer Café Filsbach: Michael Schlecht berichtet Neues aus Berlin

30. April 2010  Allgemeines

Bericht von Bernd Merling (DIE LINKE. Mannheim)

Hier wie dort sind es die Reichen, von denen die Steuern hinterzogen werden. Hier wie dort sind es die Reichen, die die Staatskassen plündern. Hier wie dort sind es die Reichen, die von der Krise profitierten. Dort wie hier soll jetzt durch Abbau von Sozialleistungen die breite Masse für die Krise zahlen.

Im vollbesetzten Filsbach-Café berichtete der Bundestagsabgeordnete der Mannheimer LINKE, Michael Schlecht, Neues aus Berlin. Es handelte sich dabei um die erste in einer künftig als regelmäßige Veranstaltunsreihe geplanten Veranstaltung.

“Neues aus Berlin” wird es nächstes Mal wieder am 23. Juni geben.

Hauptthema war die Finanzkrise und insbesondere die Situation in Griechenland.

Zur Einleitung wies der Chefvolkswirt der LINKE-Fraktion auf eine Äußerung des Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg hin, der bei der Trauerfeier für die gefallenen deutschen Soldaten erklärt hatte, dass man mit weiteren Toten rechne müsse “nicht nur in Afghanistan”. Ganzen Beitrag lesen »

DIE LINKE stimmt geschlossen gegen die Verlängerung des Afghanistan-Mandats

26. Februar 2010  Positionen

2010-02-26-Aktion-Afghanistan-Plenum

Heute beschlossen Union, SPD und FDP im Bundestag die Verlängerung des Afghanistan-Mandats und die Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents. Fast 350 afghanische Kinder wurden laut UNO-Statistik 2009 bei kriegerischen Gewalttaten getötet. 153 von ihnen wurden Opfer von Luftangriffen und Aktionen von Sondereinsatzkräften. Das Leben von mindestens 128 Kindern haben Aufständische und Selbstmordattentäter auf dem Gewissen. DIE LINKE stimmte geschlossen gegen die Verlängerung des Kriegseinsatzes und gegen die Truppenaufstockung!

Mit einer Aktion wieß DIE LINKE im Bundestag auf die vielen zivilen Opfer in Afghanistan hin, und wurde daraufhin ausgeschlossen. An der Abstimmung haben die Abgeordneten der LINKEN jedoch teilgenommen.

Kommentar: Der schwere Weg zur Resozialdemokratisierung

17. November 2009  Kommentare

Die SPD erlitt bei der Bundestagswahl mit 23 Prozent das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Dies war eine Voraussetzung für die Regierungsübernahme durch Schwarz-Gelb.

Jetzt wurde auf dem Parteitag Bilanz gezogen. Über Stunden hinweg gab es heftige Selbstkritik. An der Agendapolitik, an der Rente mit 67, an der Art und Wiese der innerparteilichen Demokratie. Gleichwohl ist das Ergebnis in Gestalt des mit Veränderungen beschlossenen Leitantrages ernüchternd. Es findet sich keine Korrektur bei Rente mit 67 oder bei Hartz IV. Lediglich das Versprechen in Zukunft darüber nachzudenken.

Weshalb hat man sich denn nicht zumindest darauf verständigt den Beginn der Rente mit 67 zu verschieben? Von 2012 auf 2015 etwa? Dabei ist doch vollkommen klar: Die Arbeitsmarktlage älterer Beschäftigter ist schlecht. Deshalb macht die für 2010 gesetzliche anstehende Überprüfung die Verschiebung unausweichlich. Das ist heute schon absehbar. Aber nein, nicht einmal zu derartigen Mini-Korrekturen sah der Parteitag sich in der Lage. Ganzen Beitrag lesen »

Diskussion mit Bundestagskandidaten: Streit um Afghanistan

03. September 2009  Presseecho & Interviews

Bericht des Mannheimer Morgen vom 03.09.2009

An dem Tag, an dem die Deutschen den Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren begannen, diskutierten Kandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien auf Einladung der Friedensbewegung über Sinn und Zweck des Afghanistan- Einsatzes der Bundeswehr.

Andreas Zumach, Zeitungskorrespondent am Sitz der Vereinten Nationen und Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft, sieht nach acht Jahren Krieg in dem Land am Hindukusch, dass alle bisher gesetzten strategischen Ziele gescheitert sind. Es sei nicht gelungen, Osama bin Laden zu fangen, die Taliban zu stoppen, den Wiederaufbau zu fördern, das Land zu stabilisieren oder gar Demokratie einzuführen. Nur ein verantwortlicher Abzug könne das Dilemma lösen. „Morgen aus Afghanistan raus, das ist falsch“, so Zumach. „Zumindest Bauchschmerzen“ hatten die Bewerber um ein Bundestagmandat. Prof. Egon Jüttner (CDU) stellt für sich klar: „Ich bin für ein Ausstiegsszenario.“ Skepsis sei angebracht, ob die Ziele der Bundesregierung überhaupt erreicht werden könnten. Stefan Rebmann (SPD) findet: „Wir müssen schauen, dass wir möglichst bald aus Afghanistan heraus können.“ Allein Michael Schlecht (Linke) ist für den sofortigen Abzug – ohne wenn und aber: „Was da passiert, produziert tendenziell neue Terroristen.“ Ganzen Beitrag lesen »