»Wir brauchen eine breite Massenbewegung«
Öffentliches Investitionsprogramm, radikale Arbeitszeitverkürzung, Millionärssteuer. Was die Linkspartei der Krise entgegensetzen will. Ein Gespräch mit Michael Schlecht. Interview: Jörn Boewe
Linke Konzepte gegen die Krise
Als im Herbst 2008 die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise offensichtlich wurde, galt es für DIE LINKE die programmatischen Positionen schnell auf die Höhe der Zeit zu bringen. Das Zukunftsinvestitionsprogramm mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro jährlich und über einer Million Arbeitsplätze war bereits auf dem Cottbusser Parteitag im Mai beschlossen worden.
Politischer Aschermittwoch: Keine Spur von Katerstimmung bei Heringsessen der Parteien
Mannheimer Morgen, 26.02.2009
Von unseren Redaktionsmitgliedern Ute Hahnenberger, Heiko Brohm und Thorsten Langscheid
Den Aschermittwoch nutzten SPD, Mannheimer Liste und Linkspartei gestern zum traditionellen politischen Schlagabtausch. Bei der SPD gab es im bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal der Arbeiterwohlfahrt an der Murgstraße von der Arbeitsgemeinschaft 60 plus selbst eingelegte Heringsfilets zu den Reden der Kandidaten für die drei Urnengänge des Superwahljahres 2009, Peter Simon (Europa), Stefan Rebmann (Bundestag) und Dr. Stephan Fulst-Blei (Gemeinderat). Die Linkspartei bot im Bürgerhaus Neckarstadt-West ihren Bundestagskandidaten Michael Schlecht auf. Die Mannheimer Liste hatte ins Casino der Mannheimer Versicherung in die Oststadt eingeladen. Festredner war der ehemalige Hochschul-Rektor und Mannheim-Vertreter in Stuttgart, Professor Dr. Dietmar von Hoyningen-Huene.
Ein Schirm für Beschäftigte
Die Binnennachfrage muß zur Überwindung der Rezession gestärkt werden. Ein durch eine Reichensteuer mitfinanziertes Investitionsprogramm schafft mittelfristig ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent und eine Million Arbeitsplätze. Artikel von Michael Schlecht in junge welt, 19. November 2008.
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Banken in öffentliche Kontrolle und Millionärsteuer
Ein Positionspapier von Michael Schlecht, Mitglied des Parteivorstandes
Verursacher belangen
Der immer bedrohlichere Finanzcrash verschärft die konjunkturelle Talfahrt massiv, die Ende 2007 begann. Als wenn ein Grippekranker nackt ins Freie bei Minus 20 Grad gesetzt wird. Das mindeste ist eine dicke Lungenentzündung.
Der Aufschwung der letzten Jahre kam bei den Menschen nicht an. Faktisch keine Lohnerhöhungen. Arbeitslosengeld wie auch Renten hielten nicht mit der Inflation Schritt. Ein sozialer Skandal. Aber auch wirtschaftspolitisch ein Desaster. Zum ersten Mal stieg im Aufschwung die konsumtive Binnennachfrage nicht an – die anhaltende Sparpolitik der Regierung tat ihr Übriges. Deshalb haben wir schon längst wieder einen Abschwung.







