Manheimer Morgen zum Wahlausgang: Widerstand organisieren

28. September 2009  Presseecho & Interviews

Mannheimer Morgen vom 28.09.2009

Er will zwar weiter in Stuttgart wohnen, aber sich „in Mannheim sozial stärker verankern“ und hier bald auch ein Büro eröffnen: Das kündigte gestern Abend Michael Schlecht an, der als weiterer Mannheimer Abgeordneter für die Linke in den Bundestag einziehen wird.

In der Quadratestadt wolle er aber „den Widerstand organisieren“ und „dafür sorgen, dass soziale Bewegungen und Proteste vorankommen“, rechnet er doch damit, „dass durch die nächste Bundesregierung die Gefahr des sozialen Abbaus noch größer ist“, so Michael Schlecht, „weil sie die Reichen nicht zur Kasse bittet“: „Da müssen und werden wir
jetzt dagegenhalten.“ Er versteht die Bundestagswahl daher auch nur als „eine Etappe auf dem Weg zu den massiven sozialen Auseinandersetzungen, die jetzt beginnen“.

Zugleich belege der deutliche Stimmenzuwachs für seine Partei, „dass die Bevölkerung solch eine Politik eigentlich nicht will“. Man habe diese Stimmen auch keiner anderen Partei „weggenommen“, so Schlecht, sondern sie seien auch Anerkennung für die gute Arbeit vor Ort „und eine weitere Stärkung für uns“, so Schlecht: „Gerade in Mannheim leben ja viele Menschen, die unter den sozialen Verhältnissen leiden – hier haben wir das beste Ergebnis im Südwesten“, freute er sich.

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