Presseerklärungen

Schäubles Griechenland-Rettung ist Schutzschirm für Banken

31. Mai 2011  Presseerklärungen

“Die Aufstockung der Griechenland-Kredite war absehbar, Schäubles Erklärungsversuche hierfür sind fadenscheinig und sollen die Öffentlichkeit täuschen. Bei allen Hilfsaktionen ging es nie darum Griechenland zu retten, sondern die europäischen Banken vor Verlusten zu schützen.”, kommentiert Michael Schlecht die anstehende Aufstockung der Kredite für Griechenland. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

“Die Behauptung Schäubles, wonach Griechenland 2012 nicht an den Kapitalmarkt zurückkehren kann, weil Athen nicht genug gekürzt habe, ist absurd. Die Kürzungspakete auf Kosten der Bevölkerungsmehrheit haben der griechischen Wirtschaft das Genick gebrochen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung Strafzinsen von Griechenland verlangt. Damit hat die Bundesregierung einen Zahlungsausfall Griechenlands vorprogrammiert und somit Steuergelder gefährdet.

Die Bundesregierung bezweckt mit ihrer Salami-Taktik zwei Dinge: Erstens soll das deutsche Lohndumping nach Europa exportiert werden, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland weiter zu erpressen. Dabei haben die chronischen Exportüberschüsse Deutschlands die europäische Schuldenkrise maßgeblich verursacht. Zweitens kauft die Bundesregierung den Banken Zeit, um griechische Staatspapiere an die EZB auszulagern. Bei einer Umschuldung haften dann die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und nicht die Profiteure der Krise.

DIE LINKE fordert folgende Sofortmaßnahmen: Die Griechenland-Kredite sind über eine öffentliche Bank abzuwickeln. Dies würde auch eine geordnete Umschuldung ermöglichen, ohne dass die Finanzinvestoren die Euro-Zone mit Wucherzinsen erpressen. Die Kürzungspakete sind aufzugeben. Stattdessen müssen ein Investitionsprogramm (Marshall-Plan) für Krisenstaaten aufgelegt und große Vermögen europaweit zur Kasse gebeten werden.”

Griechenland darf nicht abstürzen

31. Mai 2011  Presseerklärungen

„Griechenland steht am Abgrund. Jetzt muss endlich ohne weitere Kürzungsprogramme geholfen werden. Soll Griechenland nicht in der Ägäis versinken und Europa mit in den Abgrund ziehen, dann sind jetzt Soforthilfen für den Wiederaufbau des Landes, ein Marshallplan notwendig“, so Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE, zu fortgesetzten Forderungen aus der EU und vom IWF an Griechenland nach weiteren Sparprogrammen und den Protesten der griechischen Bevölkerung dagegen. Schlecht weiter:

„Vor allem Merkel hat vor einem Jahr auf ein abenteuerliches Kürzungsprogramm gedrungen. Es war ein Rettungsring aus Blei, der die griechische Wirtschaft in die Krise getrieben hat. Jetzt gibt es aus EU-Kreisen Pläne, sehr schnell ein weiteres Rettungspaket mit noch gravierenderen Strangulierungsauflagen zu verabschieden – nach dem Motto: Wenn ein bisschen Arsen nicht hilft, wird die Dosis verdoppelt. Ein abenteuerlicher Kurs, der nicht nur Griechenland auf das Höchste gefährdet, sondern ganz Europa.

DIE LINKE unterstützt den Kampf der griechischen Bevölkerung gegen weitere, massive Verschlechterungen. Notwendig ist, dass endlich Reiche und Vermögende europaweit – in Griechenland und Deutschland – zur Kasse gebeten werden, um die Kosten der Krise zu bezahlen. Sie waren und sind die Profiteure. Deshalb müssen sie zur Verantwortung gezogen werden.“

Alstom will die Beschäftigten bluten lassen

30. Mai 2011  Presseerklärungen

“Alstom will die Beschäftigten bluten lassen. Weil das Management seit Jahren versagt. Bis heute weigert sich die Konzernleitung eine stimmiges Industriekonzept vorzulegen”, erklärt Michael Schlecht anlässlich seiner Teilnahme am Aktionstag der Mannheimer Alstom-Beschäftigten gegen die Kürzungspläne und Arbeitsplatzabbau bei dem französischen Unternehmen.

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete der LINKEN weiter: “Die Auftragslage bei Alstom hat sich erholt. Dennoch müssen in Mannheim 500 Beschäftigte und ihre Familien um ihre Jobs bangen. Die Beschäftigten dürfen sich nicht spalten lassen. DIE LINKE unterstützt die europaweiten Proteste der Metallarbeiter gegen den Arbeitsplatzabbau des französischen Bahntechnikunternehmens!”

Stuttgart 21: Bundesregierung lässt Zusatzfinanzierung offen

26. Mai 2011  Presseerklärungen

“Die Bundesregierung schließt nicht aus, dass die Bahn etwaige Mehrkosten über 4,5 Milliarden hinaus für Stuttgart 21 übernimmt. Dies wurde heute deutlich in der Fragestunde im Bundestag. Jetzt müssen die Alarmglocken noch schriller klingen“, so Michael Schlecht, Mitglied im Parteivorstand und baden-württembergischer Bundestagsabgeordneter.

Er hatte die Bundesregierung heute mit einer entsprechenden Frage konfrontiert. „Leider ist das Projekt S21 noch nicht beerdigt. Selbst wenn im Stresstest Mehrkosten von mehr als 4,5 Milliarden Euro ausgewiesen werden, besteht die Gefahr, dass die Bahn – möglicherweise auch der Bund selbst – noch einspringen. Es zeigt sich sehr deutlich: Stuttgart 21 wird nicht im Parlament verhindert, sondern vor allem auf der Straße“, so Michael Schlecht.

Athen droht, in der Ägäis zu versinken

23. Mai 2011  Presseerklärungen

„IWF, Bundesbanker Weidmann und EZB-Chef Trichet setzten Griechenland immer mehr unter Druck. Es soll noch tiefer geschnitten werden, fordern sie. Dabei haben die brutalen Kürzungen der letzten 12 Monate Griechenland erst richtig in die Krise getrieben. Der Wahnsinn wird zur Raserei,“ so Michael Schlecht, Mitglied des Parteivorstandes.

Schlecht weiter: “Unter dem Druck der EU und des IWF will die griechische Regierung jetzt weitere Einschnitte bei den Gehältern im öffentlichen Dienst durchsetzen. Auch soll geplant sein, die Verbrauchssteuern für alkoholfreie Getränke und Brennstoffe anzuheben. Dabei sind schon längst Einschnitte von mehr als 50 Milliarden eingeleitet beziehungsweise bis 2015 vorgesehen. Das ist mehr als 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die Hilfen der EU und des IWF sind wie ein Rettungsring – aus Blei! Athen droht in der Ägäis zu versinken. Die Wirtschaft ist 2010 bereits um 4,5 Prozent eingebrochen, im laufenden Jahr droht ein weiterer Absturz um 3,5 Prozent. Die Ausgaben können gar nicht so schnell gesenkt werden, wie die Steuereinnahmen einbrechen. Ein Teufelskreislauf. Spätestens jetzt steht fest: Die Politik zur vermeintlichen Euro-Rettung ist gescheitert. Es muss Schluss sein mit der weiteren Strangulierung Griechenlands. Hilfsprogramme zum Wiederaufbau der Wirtschaft, Investitionshilfen für die Industrie sind notwendig. Sonst wird Griechenland scheitern und damit auch Europa.”

Marshall-Plan für Krisenstaaten statt Bankenrettung

11. Mai 2011  Presseerklärungen

„Die gescheiterte Griechenland-Rettung ist eine Mahnung für Portugal. Die von der EU verordneten Kürzungspakete haben der griechischen Wirtschaft das Genick gebrochen. Das gleiche Schicksal droht der portugiesischen Wirtschaft, wenn die Staats- und Regierungschefs der EU nicht endlich einen Kurs volkswirtschaftlicher Vernunft einschlagen“, erklärt der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE, Michael Schlecht, der sich dazu auch in einem offenen Brief an den portugiesischen Ministerpräsidenten Socrates gewandt hat. Schlecht weiter: Ganzen Beitrag lesen »

Euro-Rettung wird zur dauerhaften Bankenrettung

11. Mai 2011  Presseerklärungen

„Verweigern Sie die Fortsetzung der brutalen Kürzungs- und Austeritätspolitik, ,“ so der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE Michael Schlecht in einem offen Brief an den portugiesischen Ministerpräsidenten Socrates.

Die gescheiterte Griechenland-Rettung ist eine Mahnung für Portugal. Die Kürzungspakete haben der griechischen Wirtschaft das Genick gebrochen. Die Kritiker der Griechenland-Hilfen aus den Reihen von Union und FDP proben hingegen einen Aufstand der Unanständigen. Sie haben doch erst das Drehbuch für die griechische Tragödie verfasst. Auch den griechischen Ministerpräsident Papandreou bitte ich dem Druck nach weiteren Maßnahmen gegen seine Bevölkerung nicht nachzugeben.

Wer Europa retten will, muss Hilfen zum Wiederaufbau geben. Einen Marshall-Plan für die Krisenstaaten finanziert über eine Besteuerung Reicher und Vermögender, zum Beispiel mit der Millionärssteuer.

Die Zinsforderungen der Kapitalmärkte müssen darüber hinaus beschnitten werden. DIE LINKE fordert die Einführung von Euro-Bonds sowie die Finanzierung von Staatskrediten über eine Europäische Bank für öffentliche Anleihen, um die Wucherzinsen der Banken zu drücken.

Die Hauptursache der Schuldenkrise in Europa sind die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Euro-Zone. Sie sind vor allem durch Außenhandelsüberschüsse Deutschlands von 1,5 Billionen Euro in den letzten zehn Jahren verursacht. Dies muss beendet werden. Hierzu ist ein deutlicher Anstieg der Löhne in Deutschland notwendig.

DIE LINKE lehnt es ab, dass die Bevölkerung in den Krisenstaaten und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland immer wieder für die Banken haften. Dies wird Rechtspopulisten in Europa nach oben spülen.

 

 

 

Stunden der Wahrheit für Europa

09. Mai 2011  Presseerklärungen

“Die EU und die Bundesregierung riskieren die Kernschmelze Europas“, kommentiert Michael Schlecht das Krisentreffen von Finanzministern der Eurozone. Der Abgeordnete und Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:
„Die Euro-Rettung ist vollständig gescheitert. Die Politik sichert die Profite der Banken und spart die Wirtschaft auf Kosten der Bevölkerungsmehrheit tot. Wer Krisenstaaten bewusst in die Rezession führt und die Wucherzinsen der Kapitalmärkte unterstützt, führt die Zahlungsunfähigkeit und den Bruch der Eurozone herbei. Die Wahlerfolge der Rechtspopulisten in Europa zeigen: Die europäische Demokratie steht auf dem Spiel.

Wer Europa retten will, muss die Finanzmärkte entmachten. Die wachstumsfeindlichen Kürzungspakete müssen eingestellt und die Zinsforderungen der Kapitalmärkte beschnitten werden. Mittelfristig müssen die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Euro-Zone durch einen deutlichen Anstieg der Löhne und einen Abbau der Exportüberschüsse in Deutschland beseitigt werden. Sie sind die Ursache der Schuldenkrise unserer Euro-Partner.

DIE LINKE schlägt folgende Sofortmaßnahmen vor: Die Einführung von Euro-Bonds sowie die direkte Finanzierung von Staatskrediten über eine Europäische Bank für öffentliche Anleihen, um die Wucherzinsen der Banken zu drücken. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass eine unausweichliche Umschuldung Griechenlands nicht zu einem Anstieg der Risikoprämien führt und die räuberische Erpressung ganzer Volkswirtschaften eine Ende nimmt. Darüber hinaus fordert DIE LINKE die Einführung einer Millionärssteuer um die Profiteure der Krise zur Kasse zur bitten und die Staatsfinanzen zu sanieren. DIE LINKE lehnt es ab, dass die Bevölkerungsmehrheit die drohenden Bankpleiten bei einer Zahlungsunfähigkeit von Euro-Staaten finanziert.“