Allgemeines

Subvention für deutsche Banken und irische Konzerne

29. November 2010  Allgemeines, Presseerklärungen

„Die Bundesregierung ist für die Irland-Krise mitverantwortlich. Sie hat mit ihrer isolierten Debatte über eine Beteiligung der Gläubiger die Zinsen auf irische Staatsanleihen nach oben getrieben und Irland unter den Rettungsschirm gedrückt. Banken verdienen an der Staatsverschuldung und Steuerzahler haften“, kommentiert Michael Schlecht den Beschluss der Euro-Finanzminister zur Stützung Irlands. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die  Bevölkerungsmehrheit soll für die irische Banken-Krise haften:  Die Iren durch Sozialabbau und die Steuerzahler in Deutschland über Garantien. Die Irland-Hilfen sind eine zweite Bankenrettung. Deutschlands Banken sind mit 100 Milliarden Euro nach britischen Instituten zweitwichtigster Gläubiger Irlands, insbesondere gegenüber Unternehmen und Banken.  Die Bundesregierung macht zudem Hilfszusagen, während Irland sein Steuerdumping bei den Körperschaftssteuern fortsetzt.

DIE LINKE fordert eine sinnvolle Beteiligung der privaten Gläubiger an der Euro-Rettung. Dazu muss die Macht der privaten Kapitalmärkte gebrochen werden. Dies erfordert unter anderem Euro-Anleihen sowie direkte Kredite der Europäischen Zentralbank an notleidende Euro- Staaten.  DIE LINKE fordert zudem eine EU-weite Mindestbesteuerung von Unternehmen. Solange Irland Steuerdumping macht, darf es keine Hilfen geben.“

Schattenboxen der Koalition

22. Oktober 2010  Allgemeines, Presseerklärungen

“Guido Westerwelle predigt die unsichtbare Hand des Marktes, aber er ruft nach der starken Hand aus Brüssel. Die Verschärfung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes wird die Krise vertiefen. Sie hätte auch den Euro-Crash nicht verhindert. Spanien und Irland haben bis zur Krise kein einziges Mal gegen den Pakt verstoßen, Deutschland gleich viermal. Die Schulden der spanischen Privathaushalte bzw. der irischen Banken lassen sich nicht mit härteren Regeln für öffentliche Defizite bekämpfen.
Westerwelle spielt den Staatsanwalt der Steuerzahler, dabei gehört er auf die Anklagebank. Die EU-Verträge gehören geändert, weil sie die Krise vertiefen. Die Bundesregierung will die Verträge aber ändern, um einen permanenten Rettungsfonds zu ermöglichen. Dann zahlt auch in Zukunft die Bevölkerung für die Profite von Siemens, Daimler und Deutscher Bank.
DIE LINKE schlägt vor, dass Länder mit Billiglöhnen und chronischen Exportüberschüssen wie Deutschland Strafe zahlen. Wir brauchen einen Mindestlohn von zehn Euro in Deutschland und eine Verpflichtung der EU-Mitgliedstaaten auf ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht.”

Deutsch-französischer Pakt verschärft Krise

22. Oktober 2010  Allgemeines, Presseerklärungen

Pressemitteilung von Michael Schlecht und Alexander Ulrich

„Die deutsch-französische Initiative ist das Eingeständnis, dass der Vertrag von Lissabon bereits nach einem Jahr ad absurdum geführt worden ist“, kommentiert Alexander Ulrich, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Europaausschuss, die Einigung zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy auf eine Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts sowie der europäischen Verträge. Alexander Ulrich weiter:

„Der Vertrag von Lissabon hat Europa in die Krise geführt, die noch vertieft wird, wenn der Stabilitäts- und Wachstumspakt verschärft wird. Wer beim deutsch-französischen Raubzug an der Bevölkerung nicht mitmacht, dem wird das Stimmrecht entzogen. Spanien und Irland haben bis zur Krise kein einziges Mal gegen den Pakt verstoßen, Deutschland hingegen gleich viermal; wieso sollte ein verschärfter Pakt also künftige Krisen unserer Euro-Partner vermeiden?“

Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE, ergänzt: „Ursache der Euro-Krise ist das deutsche Lohndumping. Sie kann nur gelöst werden, wenn Exportjunkies wie Deutschland ihre Politik ändern. Wenn Länder mit Außenhandelsdefiziten zu Lohnsenkung und Sparpaketen gezwungen werden, wird auch der deutsche Aufschwung im Export sterben. Die Einigung auf ein geordnetes Insolvenzverfahren ist zwar grundsätzlich zu begrüßen, ein permanenter Rettungsschirm ist jedoch irre: Es kann nicht sein, dass die Bevölkerungsmehrheit die Rechnung für die Banken und die Exportindustrie zahlt.“

“Neues aus Berlin” in Mannheim

22. September 2010  Allgemeines

Michael Schlecht, MdB beim Vortrag Neues aus Berlin am 21.09.2010 in MannheimAm gestrigen Abend fand bereits zum 3. Mal eine Informationsveranstaltung des Mannheimer Bundestagsabgeordneten Michael Schlecht statt. Zur Veranstaltung “Heißer Herbst – Nicht nur im Parlament” der Veranstaltungsreihe “Neues aus Berlin” kamen etwa 60 Besucher ins Café Filsbach in den Mannheimer Quadraten.

Schlecht machte in seinem Vortrag einen Rundumschlag um aktuelle politische Themen. So bezog er Stellung zu “Stuttgart 21″ und der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung. Im Anschluss daran erläuterte er das geplante Kürzungspaket der Bundesregierung und seine Auswirkungen auf Erwerbslose, Arbeitnehmer und Unternehmen.

Weitere Themen in Schlechts Vortrag waren die Finanznot der Kommunen und die geplante Gesundheitsreform. Michael Schlecht stellte aber auch linke Alternativen für eine gerechte Politik vor. So zum Beispiel das Steuerkonzept basierend auf einer Millionärssteuer und weiteren Vermögenssteuern, womit  DIE LINKE 180 Milliarden Euro mehr an Steuern einnehmen will. Der größte Teil dieser Einnahmen soll den Ländern und Kommunen zu Gute kommen. Damit soll in Bildung sowie öffentliche Dienstleistungen investiert werden. Am Ende stellte Schlecht die Planungen der Gewerkschaften und anderer Initiativen für Aktionen gegen die Sparpolitik der Bundesregierung im kommenden Herbst vor und rief die Gäste seines Vortrags dazu auf sich dort aktiv zu beteiligen. Ganzen Beitrag lesen »

Saalverweis im Bundestag

18. September 2010  Allgemeines, Multimedia

Zum Verweis aus dem Plenarsaal des Bundestages durch Bundestagspräsident Lammert am 17.09.2010 erklärt Michael Schlecht, MdB:

“Buttons am Revers sind als politische Meinungsäußerung gerade noch toleriert, das Symbol «Stuttgart 21», durchgestrichen, darf eine Rednerin zeigen. Wird es jedoch auf einem T-Shirt gezeigt, dann handelt es sich um eine «gröbliche Verletzung der Ordnung». Den Rauschmiss aus dem Plenarsaal kann man nur noch kommentieren mit «Wenn es der Demokratie dient.»”

Hier das Video der Rede von Sabine Leidig mit der Solidaritätsaktion, die zum Saalverweis führte am Ende des Videos:

Mitglieder von ver.di zu Besuch in Berlin

04. August 2010  Allgemeines

Vom 18. bis zum 21. Juli 2010 reiste eine Gruppe von 50 ver.di-Aktiven auf Einladung von Michael Schlecht nach Berlin.

Die Gruppe aus dem Raum Rhein-Neckar, Neckar-Odenwald und Heilbronn besuchte u.a. das Reichtagsgebäude, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundespresseamt. Ein besonderes Highlight war der Besuch in der Bundesverwaltung von ver.di.

Einen kleinen Bericht eines Teilnehmers und Fotos von der Fahrt gibt es hier nachzulesen.

Neues aus Berlin: “Milliarden für die Zocker – die Zeche für das Volk” in Mannheim

23. Juni 2010  Allgemeines

Foto: Michael Schlecht beim Vortrag "Neues aus Berlin" am 22.06.2010 in Mannheim

Bericht von Bernd Merling, DIE LINKE. Mannheim

Bei seinem zweiten Bericht “Neues aus Berlin” informierte unser Bundestagsabgeordnete Michael Schlecht am 22.6.2010 im großen Saal des Bürgerhauses Neckarstadt – West über das sogenante “Sparpacket” der Bundesregierung, seine Folgen und die Alternativen.

Ausgaben- oder Einnahmeproblem?

“Wir haben ein Ausgabenproblem” erzählen uns die Regierungen nicht erst seit Merkel. Dieses angebliche Ausgabenproblem war schon für Schröder die Begründung für die Einführung von Hartz IV, der ersten Stufe des brutalsten Sozialabbaus den die BRD je erlebte. Jetzt steht uns die zweite Stufe bevor.

Schaut man sich die Zahlen der Bundeshaushalte in den letzten zehn Jahren an, wird schnell deutlich, dass es dieses Ausgabeproblem nicht wirklich gibt, sondern dass es sich in Wahrheit um ein von den Regierungen seit Schröder hausgemachtes Einnahmeproblem handelt.

Grafik: Milliardenausfälle durch die Steuerpolitik

Auf über 300 Mrd. Euro summieren sich die Steuergeschenke für die Großverdiener und Vermögenden, wie man obenstehender Grafik entnehmen kann.

Dazu kommen die Kosten für die “Bankenrettung”, die den Steuerzahler bisher rund 100 Mrd. Euro gekostet hat.

Schuldenbremse = Sozialabbau

Bereits vor über einem Jahr hatte ich in “Schuldenbremse und Steuersenkungen bedrohen den Sozialstaat” auch auf die gefährlichen Folgen der sogenannten Schuldenbremse hingewiesen.

Jetzt werden die Folgen dieser unsozialen Politik deutlich. 80 Mrd. will die Bundesregierung allein bis 2014 einsparen. Doch in den beiden folgenden Jahren wird noch einmal mindestens der selbe Betrag gebraucht werden, um die Anforderungen der “Schuldenbremse” zu erfüllen. Wie dies geschehen soll, sagt die Bundesregierung uns nicht. Ganzen Beitrag lesen »

Volles Haus im Mannheimer Café Filsbach: Michael Schlecht berichtet Neues aus Berlin

30. April 2010  Allgemeines

Bericht von Bernd Merling (DIE LINKE. Mannheim)

Hier wie dort sind es die Reichen, von denen die Steuern hinterzogen werden. Hier wie dort sind es die Reichen, die die Staatskassen plündern. Hier wie dort sind es die Reichen, die von der Krise profitierten. Dort wie hier soll jetzt durch Abbau von Sozialleistungen die breite Masse für die Krise zahlen.

Im vollbesetzten Filsbach-Café berichtete der Bundestagsabgeordnete der Mannheimer LINKE, Michael Schlecht, Neues aus Berlin. Es handelte sich dabei um die erste in einer künftig als regelmäßige Veranstaltunsreihe geplanten Veranstaltung.

“Neues aus Berlin” wird es nächstes Mal wieder am 23. Juni geben.

Hauptthema war die Finanzkrise und insbesondere die Situation in Griechenland.

Zur Einleitung wies der Chefvolkswirt der LINKE-Fraktion auf eine Äußerung des Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg hin, der bei der Trauerfeier für die gefallenen deutschen Soldaten erklärt hatte, dass man mit weiteren Toten rechne müsse “nicht nur in Afghanistan”. Ganzen Beitrag lesen »